Die Ausbildung zum Begleithund ist sehr vielseitig. Der Hund lernt laufen bei Fuss, die verschiedenen Stellungen (Platz, Sitz, Steh) beim Hundeführer und auf Distanz  – auch aus der Bewegung heraus – auszuführen. Er kann apportieren und lässt sich auf Distanz in verschiedene Richtungen weisen. Er hat gelernt zu fährten und in einem Revier von Gegenstände zu suchen.

Die Mitglieder der Begleithunde-Gruppen bilden ihre Hunde für Prüfungen nach der NPO15 der Technischen Kommission für Gebrauchs- und Sporthunde (TKGS) aus. Die TKGS ist eine Abteilung der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG).

Für die Ausbildung der Hunde werden ausschliesslich motivative Mittel und/oder Clicker eingesetzt. Zwangsmittel jeglicher Art sind auf dem Areal des HSN verboten.

In der Donnerstag-Gruppe werden die Übungen in kleinen Gruppen à 3 bis 4 Personen absolviert. Diese Gruppen werden von Trainingseinheit zu Trainingseinheit neu zusammengestellt. Das heisst, jeder trainiert mal mit jedem in einer kleinen Gruppe. Selbstverständlich wird darauf geachtet, dass in jeder Gruppe ein erfahrener Hundeführer/eine erfahrene Hundeführerin dabei ist. Dadurch wird ein durchgängiges Know-how erreicht. Viele Augen sehen letztlich (fast) alle Fehler.

In der Freitags- und der Montagsgruppe werden max. 6 Personen von einer erfahrenen Übungsleiterin / einem erfahrenen Übungsleiter geleitet. Dies ist vor allem für Anfänger einfacher.

Hunde, die bei uns beginnen, sollten ein Mindestalter von ca. 9 Monaten haben und einen Grundgehorsam aufweisen. Sie sollten – falls sie nicht schon entsprechend vorgebildet sind – auch nicht älter als ca. 1.5 Jahre sein, da sonst ein zielgerichtetes Arbeiten auf Prüfungen schwierig wird.

Ist ein Team dabei, gibt es keine Altersbeschränkung nach oben, auch Hunde die ihren Leistungszenit überschritten haben, bleiben in unserer Gruppe willkommen.

 

Wir setzen keine Leistungsziele. Obwohl wir erwarten, dass die Teams auf Prüfungen hin arbeiten, müssen keine Etappenziele (z.B.: ist der Hund 2 Jahre alt, muss er eine BH1-Prüfung erfolgreich absolviert haben etc.) erreicht werden.

Die Übungen zur Unterordnung (schreckliches Wort) und zur Führigkeit finden einmal wöchentlich, zur Zeit am Donnerstag Abend (Gruppe 1), Freitag Abend (Gruppe 2) ab 19.00 Uhr sowie in der Montagsgruppe (Gruppe 3) ab 14.00 Uhr statt.

Nasenarbeit

Die Nasenarbeit umfasst sowohl das Fährten wie auch das Sachenrevier.
DSC_1518Beim Fährten sucht der Hund die vom Hundeführer oder einer Drittperson (Fährtenleger) gelegte Fährte, indem er Tritt für Tritt die beim Laufen über den Boden verursachten „Bodenverletzungen“ (geknickte Gräser, zertretene Bakterien etc.) über den veränderten Geruch sucht. Geübte Hunde können solche Fährten auch nach einer Zeit von 4 Stunden noch sehr exakt verfolgen, auch wenn in der Zwischenzeit andere Personen die Fährte überquert haben. Die auf der Fährte abgelegten Gegenstände werden vom Hund verwiesen, indem er vor ihnen anhält und diese anzeigt.

Im Bereich Fährten wird die Fährtenarbeit sowohl für die Begleithunde wie auch für die Fährtenhunde (FH15) geübt.

Das Sachenrevier wird für die Sparte Begleithund trainiert.DSC_1343 Kopie Beim Sachenrevier sucht der Hund eine Fläche von 70×70 m ab, indem er in einem klaren System vom Hundeführer über die Fläche des Reviers geschickt wird. Auf dem Areal des Reviers sind 3 Gegenstände (ca. 12 x 2 x 1 cm) verstreut. Diese hat er zu finden und dem Hundeführer zu bringen oder zu verweisen.

Die Übungen finden in den Sommermonaten (Sommerzeit) in der Regel am Dienstagabend ab ca. 16.00 Uhr statt und dauern bis zum Einnachten. Ist Zeit vorhanden benutzen wir die Gelegenheit oft auch für das Training von Distanzarbeiten (Voran, Detachieren etc.).
In den Wintermonaten wird jeweils am Sonntagvormittag trainiert, sofern es die Witterung zulässt (kein Schnee, keine tief gefrorenen Böden). Wir beginnen ab ca. 09.00 Uhr.

Trainiert wird ausschliesslich mit Mitgliedern der Begleithundegruppen.